Kurz gesagt: BeaTzVision macht in einer Schleife immer dasselbe: Es fotografiert das Spielfenster, rechnet das Bild so um, dass die Erkennung stabil bleibt, sucht deine aufgenommenen Metins darin, wählt das nächstgelegene Ziel und simuliert dann Maus und Tastatur. Der Spielprozess wird dabei nie angefasst.
1. Das Fenster erfassen
Der Bot fotografiert nicht den ganzen Bildschirm, sondern nur den Bereich deines Spielfensters. Das ist schneller und sorgt dafür, dass Discord, Browser oder ein zweiter Client nicht in die Erkennung geraten.
Bereiche, die stören, kannst du zusätzlich mit Masken ausblenden. Der Bot übermalt sie im aufgenommenen Bild schwarz, bevor er überhaupt zu suchen anfängt. Typisch sind Chat, Minimap oder eine Statusleiste, in der zufällig etwas auftaucht, das einem Metin ähnelt.
2. Das Bild vorbereiten
Danach wird aus dem Farbbild ein Graustufenbild. Das klingt nach Informationsverlust, ist aber genau richtig: Form und Kontrast entscheiden über einen Treffer, nicht die Farbe.
Auf das Graustufenbild läuft CLAHE, ein Kontrastausgleich, der das Bild in Kacheln von 8×8 zerlegt und jede Kachel für sich aufhellt oder abdunkelt. Der Unterschied zu einem globalen Aufhellen ist groß: Ein Stein im Schatten eines Baumes und derselbe Stein in der prallen Sonne sehen danach ähnlich genug aus, dass dasselbe Template beide findet.
Die meisten Erkennungsprobleme auf Privatservern kommen von Helligkeit: andere Gamma-Werte, andere Effekte, andere Tageszeit im Spiel. Der Kontrastausgleich fängt einen Teil davon ab. Den Rest musst du beim Aufnehmen beachten.
3. Steine finden
Jetzt kommt das eigentliche Suchen, Template-Matching. Dein aufgenommenes Bild wird über das Live-Bild geschoben, und für jede Position berechnet OpenCV, wie gut beide zusammenpassen. Das Ergebnis ist ein Wert zwischen 0 und 1. Liegt er über deinem Schwellwert, gilt der Stein als gefunden.
Zwei Dinge machen das robuster, als es klingt:
- Neun Zoomstufen. Das Template wird von 0,8- bis 1,2-facher Größe durchprobiert. Damit wird ein Stein auch erkannt, wenn er weiter weg steht oder du die Kamera anders gezoomt hast. Das ist die Auto-Zoom-Funktion.
- Ein Kantenbild als Rückfall. Bleibt der beste Wert knapp unter der Schwelle, rechnet der Bot zusätzlich ein Kantenbild und sucht darin noch einmal. Dort zählen nur Umrisse, keine Flächen. Das rettet Treffer, bei denen sich die Hintergrundfarbe geändert hat.
Für Dinge, die sich über die Farbe zuverlässiger erkennen lassen, etwa Lebensleisten oder Spielerpunkte auf der Minimap, rechnet der Bot stattdessen in den HSV-Farbraum. Dort sind Farbton, Sättigung und Helligkeit getrennt, und man kann sagen „dieser Farbton, egal wie hell“.
4. Ziel wählen
Meistens findet der Bot mehrere Steine gleichzeitig. Alle Treffer werden nach ihrem Abstand zur Bildschirmmitte sortiert, und die Mitte ist dein Charakter. Der nächstgelegene Stein kommt zuerst, weil der kürzeste Laufweg die meisten Steine pro Stunde bringt.
Um die eigene Figur liegt eine Ausschlusszone von etwa 80 Pixeln. Treffer darin werden verworfen. Ohne sie würde der Bot gelegentlich auf das eigene Pferd, den eigenen Namen oder einen Effekt am Charakter klicken.
5. Klicken und tippen
Aus den Bildkoordinaten wird zum Schluss eine Eingabe. Die Maus fährt an die Position, wartet kurz und klickt dann. Tastendrücke werden zwischen etwa 70 und 140 Millisekunden gehalten, das Loslassen dauert noch einmal 40 bis 80 Millisekunden. Diese Zeiten sind bei jedem Klick leicht anders.
Die Eingaben gehen über den normalen Windows-Eingabeweg, auf Wunsch über einen Treiber auf Ebene der echten Maus. In beiden Fällen ist es eine ganz normale Eingabe, wie sie jedes andere Programm auch erzeugt.
Warum das auf Privatservern zählt
Jeder Privatserver hat eigene Metin-Modelle, eine eigene Oberfläche und oft eigene Effekte. Genau deshalb nimmst du die Steine selbst auf, statt eine mitgelieferte Liste zu benutzen, und genau deshalb liegen die Aufnahmen pro Server getrennt. Wechselst du den Server, wechselt der Bot die Templates mit. Ob deiner in der Serverliste steht, siehst du dort.
Der zweite Punkt ist die Bauweise: Es gibt keinen Zugriff auf den Spielprozess, keinen Hook und keine veränderte Datei. Was das technisch bedeutet, steht in Pixelbot vs. Memory-Injection. Wie du die Erkennung praktisch einstellst, zeigt der Farmbot-Guide, und wenn nichts erkannt wird, hilft die Fehlersuche.
Häufige Fragen
Liest BeaTzVision den Spielspeicher aus?
Warum muss ich Steine selbst aufnehmen?
Was bedeutet der Schwellwert bei der Erkennung?
Warum klickt der Bot den nächstgelegenen Stein zuerst?
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